Die Stadt Poesie aus und über Pritzerbe Das Pritzerber Heimatgedicht
Die Stadt Pritzerbe - Ihre Geschichte von damals bis heute - Geschichten, Erzählungen und Poesie
Das Pritzerber Heimatgedicht
Poesie aus und über Pritzerbe
Geschrieben von: Jürgen Patzlaff   


Wo die Wälder und Wiesen leuchten im Grün

Und die Vögel ihre Kreise ziehn,

Wo die Rehe äsen im Morgentau

Und die Havel fließt im endlosen Blau

Wo die Fischlein munter im Wasser springen

Und die Vöglein ihr schmetterndes Liedchen singen

Liegt ein Städtchen so friedlich und klein

Pritzerbe, du liebe Heimat mein.

 

Es liegt so bescheiden, so ganz versteckt,

Kein Dichter hat es bisher entdeckt,

Der es nach seiner Weise gepriesen,

Mit all` seinen Wäldern und seinen Wiesen.

Die Schiffe ziehen so friedlich die Bahn,

Es gleitet dahin sanft der Fischerkahn.

Und wenn dann am Abend so wunderbar schön

Die Sonne entschwindet, will untergehn,

Dann steht man bewundernd am Havelstrand

Und denkt, ach, wie schön bist du, Heimatland.

 

Wo friedlich sich Dörfchen an Dörfchen reiht,

Und die Glocken läuten zur Abendzeit,

Der fleißige Bürger nur Arbeit kennt,

Wo jeder sich schwer von der Scholle trennt,

Und Fischerei und Handwerk nicht ruht,

Der Landmann stets seine Pflicht nur tut;

Da liegt meine Heimat im märkischen Land,

Es ist Pritzerbe, am Havelstrand.

 

Pritzerbe, du Stadt am Havelstrand,

Du meine Heimat - im märkischen Land.

Dich zieren nicht Dome und feste Mauern,

Die die Jahrhunderte überdauern.

Dich ziert deiner Wiesen leuchtendes Grün,

Dich ziert deiner Felder goldener Segen,

Dich ziert deiner Bürger und Bauern Bemüh`n.

Deren schaffende Hände fleißig sich regen.

Blüh` weiter, du Stadt am Havelstrand,

Dir ewige Treue, mein Heimatland


vermutlich von Heimatdichter Hermann Tewes (geb. 1856) geschrieben,  aus Festschrift zur 1000 Jahrfeier 1948

 
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